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Anschrift

Bütgenbacher Burgruine


B4750 Bütgenbach

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Burgen & Schlösser



Irgendwie undefinierbar liegt ihr Hauch noch immer über das gesamte Gebiet. Zeichnungen lassen nur erahnen, wie imposant die Bütgenbacher Burg wohl gewesen sein muss. Jedenfalls galt sie in früheren Jahren als uneinnehmbare Festung. Heute deuten nur noch ihre Ruinen auf eine ereignisreiche Vergangenheit hin.

Die Burg befand sich auf einer schmalen, von der Warche umflossenen Bergzunge. Ihre Geschichte ist eng mit der von Sankt-Vith und Monschau verknüpft, weil hier während vielen jahren dieselben Herrscher regierten. Ihr Bau geht auf das Jahr 1230 zurück. Als Erbauer gilt Walmram von Limburg, der Herrscher über Monschau und Bütgenbach.
Zu Lebzeiten hatte Walram von Limburg stets seinen ältesten Sohn Heinrich mit der Verwaltung der beiden Bezirke beauftragt.

Nach seinem Tod kam die Burg, die vielerorts auch als Schloss bezeichnet wird, in den Besitz von Walram dem Jüngeren. Als dieser auf einem seiner kriegerischen Züge die Ortschaft Theux an Brand steckte, fiel der Bischof von Lüttich zur Vergeltung mit seinen Kriegern in den Herrschaftsbereich ein und brannte bei diesen Schlachten im Jahre 1237 einen Turm der Burg nieder.

Nachdem die männlichen Erben Limburgs ausgestorben waren, geriet die Burg und somit die Herrschaft über Monschau und Bütgenbach durch Heirat an das Geschlecht der Falkenburgs. In dieser Epoche fällt auch die Angliederung der Herrschaft Sankt-Vith im Jahre 1270.
Nach 1352 löste Bütgenbach sich von den Herrschaften Falkenburg und Monschau und kam bis zum Jahre 1417 in den Besitz des Grafen von Vianden und wurde im Anschluss daran bis zum Jahre 1795 vom haus Nassau-Oranien regiert.

Die eigentlichen Besitzer unter dieser Herrschaft waren die Herren von Rolshausen, die auch in der Burg wohnten. Sie blieben die Besitzer der Burg bis zum Ende des 18. Jahrhundert, also bis zur Franzosenzeit. Unter Christoph von Rolshausen wurden Bauarbeiten an der Burg vorgenommen, nachdem die in den Kriegswirren (Jülicher Fehde) "mit Feuer angestochen und abgebrannt" worden war.

Obschon es im Jahre 1621 hieß, die Burg Bütgenbach sei nicht durch Handstreich zu nehmen, wurde sie 1689 von den Truppen des Franzosenkönigs Ludwig XIV zerstört.
Sie war ab 1697 aber wieder bewohnbar, jedoch brachte die Franzosenherrschaft von 1795 bis 1815 das Ende. Was von der stolzen Burg an der Warche übrig blieb, wurde später abgetragen und bei verschiedenen Hausbauten im Dorf verwertet.